Radio München
Das Immunsystem sehr komplex. Es ist mehrfach gegliedert.
a) Das "angeborene" Immunsystem ist darauf spezialisiert fremde Eiweiße entweder sofort zu fressen oder sich an die fremden Eiweiße anzudocken, damit sie kaputt gehen oder durch dieses Andocken die Fresszellen in die Lage versetzt das fremde Eiweiß zu zerstören. Bei Pilzen und Bakterien funktioniert dies sehr gut, weil diese einfach zu erkennen sind und meist nicht in unsre Zellen hinein zu gehen. Viren gehen in der Regel in die Zellen hinein, da wird es für das adaptive Immunsytem schwieriger die Viren zu finden.
b) Das adaptive, "erworbene" Immunsystem entsteht 300 Mio Jahre nach dem "angeborenen".
Darüber wissen wir sehr wenig.
Das adaptive Immunsystem bildet die Antikörper, um das ältere, das angeborene Immunsystem in Schwung zu bringen.
Die B-Zellen treffen auf ein Fremdeiweiß und erkennen dies. Daraufhin produzieren sie diese Antikörper (Eiweiß). Dies kann sich an das Fremdeiweiß andocken und dies so markieren, damit es vom angeborenen und vom adaptiven Immunsystem erkannt und zerstört werden kann. Diese Antikörper werden nach einer gewissen Zeit, meist Wochen, wieder abgebaut. Trotzdem sind wir meist das ganze Leben immun gegen viele Erreger.
Wie funktioniert dies? Drei Schritte der adaptiven Immunabwehr sind dafür vorhanden:
1) Unspezifische Abwehr des angeborenen Immunsystems; erkennt wenig und sowieso kaum Viren.
2) Antikörper (kurzfristige Abwehr)
3) T-Zellen und B-Zellen bilden Gedächtnisse und deshalb lebenslange Immunität.
Das adaptive Immunsystems teilt sich bei Erkennen von Fremdeiweiß sofort auf:
1) Eine Gruppe greift sofort an.
2) Eine macht eine Zeichnung des Angreifers (Gedächtnis)
3) Eine Gruppe macht Pläne und Waffen, um über Jahre noch schnell reagieren zu können.
Darüber haben wir wenig Ahnung.
Wie diese Gedächtniszellenproduktion funktioniert wissen wir kaum.
T-Zellen (Träger der langfristigen Immunität)
T-Zellen arbeiten auch hochgradig effektiv. Sie greifen direkt das Fremdeiweiß an oder markieren es.
Wir müssten mehr auf diese Gedächtniszellen achten. Sie sind nach 6 Monaten mehr als direkt nach der Erkrankung.
In der Bibel der Medizin "Nature" kommt ein großer Artikel im Januar: 100% der Erkrankten, das hat man selten in der Wissenschaft, hatten danach T-Remain-Gedächtniszellen. Das heißt, eine durchgemachte Krankheit ist der allerbeste Schutz gegen eine Wiederholungsinfektion.
Die T-Zellen und auch die B-Zellen erkennen auch "ähnliche" Viren, also Mutationen. Das sind die Kreuzreaktivitäten.
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